Zur Ausstellung: Ina Hengstler "Permanenz des Augenblicks"

Die Künstlerin Ina Hengstler spielt mit den Sehgewohnheiten des Betrachters. Die Irritation, die die Bildmotive hervorrufen, ist in der Wahl des Mediums begründet - der bewussten Entscheidung für die analoge Schwarzweißfotografie - impliziert diese doch eine scheinbare Seriosität und Wahrheitstreue. Der Umgang mit ihr spielt mit den Konventionen und regt den Rezipienten zur Selbstreflexion an.

Die Fotografie ist ein Medium, dass den Augenblick vermeintlich haltbar macht - ihn aufbewahrt. Die Erinnerung an jenen Moment verliert sich schneller, als das Foto verblasst. Immer wieder tauchen bei Ina Hengstler Objekte des Verwahrens auf: Magazinschränke, Schaukästen, Vitrinen und Schuber. Aufbewahrungsorte für Dokumente, Schriften, Fotografien und Erinnerungen. Sie erschafft sich einen eigenen

Mikrokosmos, in dem sie ihre Begebenheiten und Erzählungen zeigen, erweitern und bewahren kann. Dabei zeichnet die Künstlerin ein imaginäres Dreieck von Verhältnis und Wirkung zwischen Mensch, Natur und Tier. Ein fragiles Konstrukt, mit dem sie behutsam umzugehen weiß. Es ist ein Mikrokosmos, der stets neue Facetten zeigt.

Vernissage Ina Hengstler 'Permanenz des Augenblicks' am 09.06.2017 ab 20 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung: 10.06.2017 11 Uhr bis open end, 11.06.2017 11 - 18 Uhr

12. Braunschweiger Kulturnacht mit Ausstellung ab 18 Uhr und Konzert ab 20 Uhr - open end

Kuratorinnencafé mit den Kuratorinnen Jaqueline Krone und Anikó Merten sowie der Künstlerin Ina Hengstler am 11.06.2017 ab 15 Uhr

Wo: Torhaus Nord, Am Wendentor 1, 38100 Braunschweig

Header zur Ausstellung Ina Hengstler "Permanenz des Augenblicks" Motiv und Gestaltung: Ina Hengstler